ECOfit und Klimaschutz

„Wir müssen jetzt den Paradigmenwechsel hin zu einer Wirtschaftsweise einleiten, die unser Planet verkraftet und die letztlich auch mehr Sinn stiftet. Die Nation, die sich am schnellsten, am intelligentesten auf diese Situation einstellt, wird Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen.“

– Bundespräsident Horst Köhler, Focus Interview, März 2010

Warum Klimaschutz?

Der Klimawandel hat schon längst begonnen. Im Wesentlichen als Folge des Ausstoßes von Treibhausgasen (vor allem CO2) ist die Temperatur nachweislich weltweit gestiegen. Nahezu alle Staaten müssen sich bereits heute mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Eine reine Anpassungsstrategie an die Folgen des Treibhauseffekts kann allerdings keine Lösung des Problems darstellen. Und wenn der Ausstoß der Treibhausgase ungebremst weitergeht, ist mit einer massiven Erwärmung bis zum Jahr 2100 zu rechnen.

 

Um den daraus resultierenden negativen Auswirkungen entgegenzutreten, muss der Temperaturanstieg daher langfristig auf maximal 2° C begrenzt werden. Der überwiegende Teil der Fachwelt geht davon aus, dass ein darüber hinaus gehender Anstieg kaum beherrschbar sein wird und daher mit großen Schäden, z.B. in Bezug auf die Biosphäre und den Wasserhaushalt, zu rechnen ist.

 

Ja, effektiver Umwelt- und Klimaschutz kostet Geld und ist doch notwendig. Den nur dadurch können hohe volkswirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Verluste, die mit dem Treibhauseffekt verbunden sind, vermieden oder reduziert werden. Hans-Werner Sinn, Ökonom und Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, hat in diesem Zusammenhang bereits 2008 einen Marktfehler festgestellt: Der Treibhauseffekt führt zwar nachweislich zu weltweiten Schäden, diese tauchen aber nicht direkt in den Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Anbieter und Nachfrage von fossilem Kohlenstoff auf und werden ökonomisch daher nicht betrachtet.

 

Aus diesem Grunde sind staatliche Stellen aufgefordert, entsprechende Konzepte zu entwickeln und Maßnahmen umzusetzen. An dieser Stelle sind aber nicht nur internationale Institutionen gefragt, sondern insbesondere die EU, der Bund, die Länder und natürlich auch die Kommunen und Landkreise. Oder anders ausgedrückt: Global denken – lokal handeln.

 

An dieser Stelle setzt auch das ECOfit Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg an. Durch die Nähe der Projektpartner zu „Ihren“ Unternehmen vor Ort bieten sich große Möglichkeiten, um konkrete Programme, Strategien und Maßnahmenpläne umzusetzen. Und die bisherigen Erfahrungen sprechen für sich – Stand März 2016 konnten mit Hilfe des Förderprogramms rund 21.394 Tonnen CO2 eingespart werden.